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Netzwerke

Netzwerke 3 und 4 Schwanzbeißen

3. "Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Schweinehaltung unter Berücksichtigung der Senkung des Risikos des Auftretens von Schwanzbeißen (Ferkelaufzucht)

4. "Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Schweinehaltung unter Berücksichtigung der Senkung des Risikos des Auftretens von Schwanzbeißen" (Schweinemast)

Schwanzbeißen ist eine multifaktoriell bedingte Verhaltensstörung beim Schwein und kann zu Stress, Schmerzen, erhöhten Tierverlusten und Verwürfen am Schlachthof führen. Um das Risiko für Schwanzbeißen zu verringern, werden die Schwänze von Schweinen seit ca. Anfang der 1960er Jahre gekürzt. Laut Gesetzgebung ist das standardmäßige Kupieren der Schwänze verboten, wird jedoch in der landwirtschaftlichen Praxis mit Ausnahmegenehmigungen routinemäßig durchgeführt. Es wird davon ausgegangen, dass die kürzeren Schwänze ein geringeres Risiko haben, angebissen zu werden.

Aus Forschung und Praxis liegen Kenntnisse über die Einflussfaktoren auf das Schwanzbeißen sowie mögliche Einflussnahmen und ihre Effekte auf dessen Prävalenz vor, doch dieses Wissen wird bisher nicht umfänglich in der landwirtschaftlichen Praxis umgesetzt.

Die hier bewilligten Mittel sind zweckgebunden. Mit der Gewährung der Zuwendung ist folgender Zweck zu erfüllen:

Ziel dieses MuD Tierschutz Themennetzwerkes ist es, unkupierte Schweine erfolgreich zu halten und den Erfolg der Maßnahmen Fachkollegen zu vermitteln. Durch das bundesweite Netzwerk an Demonstrationsbetrieben werden neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, sowie innovative Entwicklungen bzgl. der Minimierung des Risikos des Auftretens von Schwanzbeißen in die Praxis transferiert.

Die teilnehmenden Betriebe erhalten intensive Beratung und setzen Maßnahmen, die dazu beitragen das Risiko für das Auftreten von Schwanzbeißen zu minimieren, in ihrer Schweinehaltung um. Die Begleitung und Beratung der Betriebe erfolgt durch das Tierschutz-Kompetenzzentrum. Dieses dokumentiert in regelmäßigen Berichten die Entwicklung der Demonstrationsbetriebe.

Betriebsdaten, die in Bezug zur Problematik Schwanzbeißen im Betrieb stehen, werden systematisch erfasst und analysiert. Die Betriebsleiter des Netzwerks nehmen regelmäßig an Netzwerktreffen teil und legen ihre für das Schwanzbeißen relevanten Daten und Erfahrungen offen. Die Netzwerktreffen finden wechselnd auf den Netzwerkbetrieben statt. Der Betrieb organisiert für interessierte Fachkollegen mindestens vier Multiplikatorenveranstaltungen auf dem Betrieb.

Ansprechpartner des Tierschutz-Kompetenzzentrums
für fachliche Fragen

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen: Natascha Klinkel, Projektleitung
Natascha.Klinkel@llh.hessen.de

Forschungsinstitut für biologischen Landbau: Dr. Robert Hermanowski
Robert.Hermanowski@fibl.org

Fragen zur Projektträgerschaft richten Sie bitte an projekttraeger-agrarforschung@ble.de

Kontakt

0228 - 6845 3871

Katja Deeg

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 314 - Agrarforschung
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

katja.deeg@ble.de

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    Richtlinie

    über die Förderung von Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe im Bereich Tierschutz" (PDF, 3,5 MB)