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Demonstrationsbetriebe

Putenhof Meyer

Bisherige Entwicklung des Betriebs

- Eigens angebauter Weizen zur Fütterung und Stroh zur Einstreu
- Geheizt werden die Ställe mit der Abwärme der Biogas-Anlage
- Mit dem Mist der Ställe wird die Anlage beschickt
- Das Gärsubstrat wird als Dünger auf die Felder ausgebracht
- Seit 2016 MuD Demonstrationsbetrieb

MuD-Maßnahmen für mehr Tierwohl

- Verdunklung im Bereich der Zuluft
- Sprühnebelanlage
- Beschäftigungsmaterial (u.a. Luzerneheu, Ketten, Picksteine)
- Aufsitz- und Unterschlupfmöglichkeiten
- Luxmeter zur Dokumentation der Lichtintensität

Erfahrungsaustausch in den Netzwerktreffen

Am 22. und 23. Februar 2017 trafen sich zum ersten Mal die Projektteilnehmer des Netzwerkes „Minimierung des Federpickens von Mastputen“. Veranstaltungsort war das Waldecker Land in Hessen. Gastgebender Betrieb war Jörg Meyer, der einer von 6 teilnehmenden Betrieben ist.

Im Mittelpunkt des Treffens stand vorrangig ein erstes Kennenlernen als beteiligten Betriebe, Berater und Netzwerkbetreuer. Die für das erste Treffen weit gefasste Runde aus zugehörigen Vermarktern, betriebseigenen Beratern und Tierärzten, lieferenden Brütereien und abnehmenden Schlachtereien lies einen interessanten Einblick in die unterschiedlichen Motivationen zur Teilnahme am MuD entstehen. "Wir wollen am Prozess beteiligt sein", so die Einstellung der Teilnehmer der RWS Agrarveredlung.

Neben dem Kennenlernen sollte der Gruppe die Möglichkeit gegeben werden die fachlichen Kenntnisse zu den Grundlagen des Federpickens bei Mastputen zu vereinheitlichen. Als Referent war Dr. Meyer (Moorgut Kartzfehn) geladen, der ebenfalls in zwei Projektbetriebe Puten liefert. Vorgestellt wurden aktuelle Ergebnisse aus der Forschung, sowie verschiedenste Varianten der Beschäftigung. In Erinnerung bleibt allen die herausragende Annahme von Kabelbindern durch die Puten. Diese werden beispielsweise um eine PET-Flasche gebunden und befrieden in hohem Maße das Erkundungsverhalten der Tiere.

Tischeigenbau als Sitzmöglichkeit - Quelle: BLE (öffnet das Bild in einer Lightbox)
Tischeigenbau als Sitzmöglichkeit - Quelle: BLE
Aufsitzklappe im Stall - Quelle: BLE (öffnet das Bild in einer Lightbox)
Aufsitzklappe im Stall - Quelle: BLE

Auf Grund der aktuellen Situation der Vogelgrippe war es der Gruppe nicht möglich eine Besichtigung des Betriebes von Jörg Meyer vorzunehmen. Dank guter technischer Voraussetzungen konnte die betriebliche Vorstellung mittels einer Präsentation mit Fotos und Videos in den Vortragsraum gebracht werden. Da aktuell noch keine Projekttiere im Bestand zu betrachten waren, stellte Jörg Meyer die in Absprache mit dem Tierschutz-Kompetenzzentrum erarbeiteten Maßnahmen vor.

Nach der Einstallung von Küken in allen MuD-Betrieben wird es ein elementarer Inhalt sein, den Austausch zu den aktuellen Durchgängen in den einzelnen Betrieben während der Netzwerktreffen zu fördern. So ergibt sich die Möglichkeit voneinander und miteinander zu lernen. Das nächste Netzwerktreffen findet in Cloppenburg statt.

Betriebsportrait auf tierwohl-staerken.de

Putenhof Meyer im Internet

Betriebsspiegel

- 3,25 Arbeitskräfte
- 200 ha landw. Nutzfläche
- 14.440 Puten

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