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Demonstrationsbetriebe

Netzwerke 14 + 15: Automatisierungstechnik Schweinehaltung

Langtitel: Einsatz von Automatisierungstechniken zur Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Ferkelaufzucht und Schweinemast

Laufzeit: 7/2018 - 6/2020

Schwanzbeißen ist eine multifaktoriell bedingte Verhaltensstörung beim Schwein und kann zu Stress, Schmerzen, erhöhten Tierverlusten und Verwürfen am Schlachthof führen. Um das Risiko für Schwanzbeißen zu verringern, werden die Schwänze von Schweinen seit ca. Anfang der 1960er Jahre gekürzt. Laut Gesetzgebung ist das standardmäßige Kupieren der Schwänze verboten, wird jedoch in der landwirtschaftlichen Praxis mit Ausnahmegenehmigungen routinemäßig durchgeführt. Es wird davon ausgegangen, dass die kürzeren Schwänze ein geringeres Risiko haben, angebissen zu werden.

Ziel dieses MuD Tierschutz Themennetzwerkes ist es, unkupierte Schweine erfolgreich zu halten und den Erfolg der Maßnahmen Fachkollegen zu vermitteln. Der besondere Schwerpunkt in diesem Netzwerk ist die Umsetzung von Maßnahmen, die zunächst mit viel Handarbeit ausprobiert wurden, die nun aber automatisiert werden sollen.

Die teilnehmenden Betriebe erhalten intensive Beratung und setzen Maßnahmen, die dazu beitragen das Risiko für das Auftreten von Schwanzbeißen zu minimieren, in ihrer Schweinehaltung um. Die Begleitung und Beratung der Betriebe erfolgt durch das Tierschutz-Kompetenzzentrum. Dieses dokumentiert in regelmäßigen Berichten die Entwicklung der Demonstrationsbetriebe.

Betriebsdaten, die in Bezug zur Problematik Schwanzbeißen im Betrieb stehen, werden systematisch erfasst und analysiert. Die Betriebsleiter des Netzwerks nehmen regelmäßig an Netzwerktreffen teil und legen ihre für das Schwanzbeißen relevanten Daten und Erfahrungen offen. Die Netzwerktreffen finden wechselnd auf den Netzwerkbetrieben statt. Der Betrieb organisiert für interessierte Fachkollegen mindestens vier Multiplikatorenveranstaltungen auf dem Betrieb.

Ansprechpartner des Tierschutz-Kompetenzzentrums für fachliche Fragen

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen: Natascha Klinkel, Projektleitung
Natascha.Klinkel@llh.hessen.de

Forschungsinstitut für biologischen Landbau: Dr. Robert Hermanowski
Robert.Hermanowski@fibl.org

Fragen zur Projektträgerschaft richten Sie bitte an projekttraeger-agrarforschung@ble.de
 

Demobetriebe im Netzwerk

Ranft GbR

Lindenhof Volke GbR

Agritier GmbH

Landw. Mörixmann GbR

Betrieb Lange

Betrieb Albers

Betrieb Becker

Betrieb Brandes

Prignitzer Landschwein

Betrieb Müller

Betrieb Freisfeld

Bekanntmachung 25/17/31

über den Einsatz von Automatisierungstechniken zur Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Ferkelaufzucht und Schweinemast (PDF, 0,4 MB)

Richtlinie

über die Förderung von Modellvorhaben "Demonstrationsbetriebe im Bereich Tierschutz" (PDF, 3,5 MB)

Kontakt

0228 - 6845 3871

Katja Deeg

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 314 - Agrarforschung
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

katja.deeg@ble.de

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