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Gesamtvorhaben

11.09.2018Neu: MuD-Video "Tipps für die Putenhaltung"

Gezeigt wird ein Putenmastbetrieb, der Putenhähne mit intaktem Schnabel hält und durch geeignete Tierschutzmaßnahmen seine Puten vom Federpicken abhalten will. Ganz ausschließen kann man das Risiko derzeit noch nicht.

Dreharbeiten im Putenstall - Foto BLE
Dreharbeiten im Putenstall - Foto BLE

Puten reagieren auf Stress häufig mit Federpicken, was zu Verletzungen oder schlimmstenfalls zum Tod führen kann. Putenhalter stehen dann vor der Frage, wie sie Federpicken bei ihren Mastputen verringern können. Praxistaugliche Antworten gibt ein neues Video der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz.

Das Video stellt die Erfahrungen eines landwirtschaftlichen Betriebes vor, der sich an den Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz beteiligt. Betriebsleiter Ernst Linder erläutert in dem 7-minütigen Film anschaulich die positiven Auswirkungen auf das Tierwohl, wenn er täglich Tiere bonitiert, eine Sprühkühlung installiert oder den Stall besser strukturiert.

Konkrete Vorschläge, welche Maßnahmen sinnvoll sind

Um Stress zu reduzieren, bietet Linder seinen Puten Aufsitz- und Unterschlupfmöglichkeiten an. „Schwache Tiere können sich darunter zurückziehen“, erklärt der Landwirt. Durch das zusätzliche Aufstellen von Tarnnetzen strukturiert er seinen Stall in helle und dunkle Bereiche, was dem natürlichen Lebensraum der Puten entspricht. Die Tiere können so wählen, wo sie sich aufhalten. Linder bietet seinen Tieren auch diverses Beschäftigungsmaterial wie Luzerne oder Picksteine an. Drei Mal täglich kontrolliert er den Gesundheitszustand seiner Tiere in jedem Stall. Weitere Maßnahmen erläutert das Video.

Das Beispiel von Ernst Linder zeigt, dass das Risiko von Federpicken durch innovative Ideen und Tierschutzmaßnahmen verringert werden kann. Weitere Forschung, mehr Zeit und gemeinsame mit den Landwirten erprobte praktische Lösungen sind notwendig, um dem Ziel noch näher zu kommen.

Link zum Video

Hintergrund: Gefördert werden die MuD durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).