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MuD Tierschutz

MuD Tierschutz

MuD Tierschutz

Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz

Die Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz dienen der Einführung neuer Erkenntnisse der Nutztierwissenschaften in die landwirtschaftliche Praxis mit dem Ziel der Verbesserung des Tierschutzes auf Betriebsebene. Die MuD Tierschutz werden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) übernimmt die Projektträgerschaft.


Beratungsinitiativen

In einem ersten Schwerpunkt wurden acht Beratungsinitiativen initiiert, die mittels innovativer Beratungskonzepte Betriebe bei der Anwendung neuer, tierschutzrelevanter Praxisverfahren unterstützten. Qualifizierte Beraterinnen und Berater vermittelten dabei aktuelle und betriebsindividuelle Managementempfehlungen zur Verbesserung des Tierschutzes an interessierte Praxisbetriebe. Die am Ende der Laufzeiten erstellten Leitfäden und Schulungsmaterialien werden allen Landwirten und Beratern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ebenso fließen die Erfahrungen in die weiteren Projekte der MuD Tierschutz ein.


Aquakultur

Die Stärkung des Tierschutzes im Bereich der Aquakultur ist ein weiterer wichtiger Baustein der MuD Tierschutz. Die hier erarbeiteten Leitfäden und Lehrmaterialien helfen beim Wissenstransfer in die Praxis wie der Schulung von Fisch- und Teichwirten sowie mehr als einer Million Inhaber von Angelscheinen.


Netzwerke der Demonstrationsbetriebe

Den dritten Schwerpunkt stellt die Bildung eines Gesamtnetzwerkes von Demonstrationsbetrieben dar. Landwirtschaftliche Praxisbetriebe sind in sogenannten Themennetzwerken bundesweit miteinander verbunden und setzen Maßnahmen um, die das Tierschutzniveau in der Haltung von Wiederkäuern, Schweinen, Geflügel und Kaninchen steigern sollen. Das Tierschutz-Kompetenzzentrum, bestehend aus der FiBL Projekte GmbH (FiBL: Forschungsinstitut für biologischen Landbau) und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), übernimmt die Koordination und fachliche Begleitung. Innerhalb der einzelnen Themennetzwerke werden konkrete Maßnahmen zur Veränderung der Haltungsbedingungen umgesetzt und tragen so zur deutlichen Steigerung des Tierschutzes und der Tiergesundheit bei. Die teilnehmenden Demonstrationsbetriebe werden in den jeweiligen Betriebsporträts individuell vorgestellt.


Wissen-Dialog-Praxis

Im vierten Schwerpunkt Wissen-Dialog-Praxis stehen Projekte mit Modellcharakter im Fokus, die insbesondere der Informationsvermittlung und dem Wissenstransfer dienen. Es liegt im Interesse des Bundes, dass neue Erkenntnisse, die eine tiergerechtere Haltung von Nutztieren ermöglichen über Projekte mit hoher Multiplikatorwirkung in die landwirtschaftliche Praxis überführt werden. Hierdurch sollen Impulse gesetzt werden, die zu einer Verbesserung des Tierschutzes und damit auch zu einer verbesserten, gesellschaftlichen Akzeptanz der Nutztierhaltung führen. Bei der Themenwahl und Projektförderung spielen Tierschutzrelevanz, Modellhaftigkeit, Qualität des Wissenstransfers und Praxisnähe besondere Rollen. Landwirtschaftliche Betriebe werden in die Vorhaben direkt eingebunden, um ein hohes Maß an Praxisnähe zu gewährleisten.