Springe zum Hauptinhalt der Seite

MuD Tierschutz

Putenhaltung

Wissenstransfer zur Verbesserung der Haltungsbedingungen in der Putenhaltung

F├╝r die Haltung von Puten gelten die Regelungen des Tierschutzgesetzes und die allgemeinen Anforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. Neben der im Tierschutzgesetz verankerten Grundforderung nach einer artgem├Ą├čen und verhaltensgerechten Unterbringung sind in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung weitere allgemein gehaltene Anforderungen an Haltungseinrichtungen und an die ├ťberwachung, F├╝tterung und Pflege geregelt. Zus├Ątzlich sind die einschl├Ągigen Empfehlungen des Europ├Ąischen ├ťbereinkommens zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen zu beachten. Dar├╝ber hinaus wurden die Bundeseinheitlichen Eckwerte f├╝r eine freiwillige Vereinbarung zur Haltung von Mastputen erstellt, die dazu beitragen sollen, eine tierschutzkonforme Putenhaltung sicherzustellen.

In einem gezielten Wissenstransfer von Erkenntnissen und bisherigen Erfahrungen wird ein Schl├╝ssel gesehen, um Landwirte bei den Herausforderungen im Rahmen der Haltung von Mastputen und den damit verbundenen Anforderungen an das Tierwohl zu unterst├╝tzen. Ziel ist es, bundesweit die aktuellen Bedingungen der Putenhaltung im Hinblick auf das Tierwohl und den Tierschutz zu optimieren. Vor dem Hintergrund, zuk├╝nftig bei der Tierhaltung auf nicht-kurative Eingriffe verzichten zu k├Ânnen, sollen auch Ma├čnahmen ber├╝cksichtigt werden, welche f├╝r eine Haltung von Puten mit ungek├╝rzten Schn├Ąbeln geeignet sind und sich positiv auf die Verringerung von Federpicken und Kannibalismus auswirken.

Die BLE suchte daher im Auftrag des BMEL Projektnehmer mit Ideen/Konzepten f├╝r die Putenhaltung, die als Wissensvermittler zu den nachfolgenden Themen mit Tierschutzbezug im Rahmen von durch Bundesmittel gef├Ârderten Projekten den Wissenstransfer von Erkenntnissen aus aktuellen Forschungsvorhaben in die landwirtschaftliche Praxis ├╝bernehmen:

  1. Optimierung des Lichtmanagements
  2. M├Âglichkeiten zur Strukturierung
  3. Gesundheitsmanagement und/oder
  4. Anpassung der F├╝tterung.

Ziel der F├Ârderung ist es, neueste Erkenntnisse und Erfahrungen zu den genannten Themenbereichen auf Praxisbetriebe zu ├╝bertragen, deren Anwendung unter Praxisbedingungen zu evaluieren, ggf. zu optimieren und Handlungsanweisungen f├╝r die praktische Umsetzung zu formulieren.  Die Betriebe sind von den Projektnehmern ("WissensmittlerÔÇť) intensiv zu betreuen und erhalten praxisgerechte Anleitungen bei der Planung und Durchf├╝hrung der Ma├čnahmen. Au├čerdem soll eine Vernetzung der teilnehmenden Betriebe zum direkten Erfahrungsaustausch stattfinden.  Durch neuartige Formen und Medien der Wissensvermittlung sind die Erfahrungen f├╝r ein breites Fachpublikum aufzuarbeiten und zu demonstrieren.