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Wiederk├Ąuer

Wiederk├Ąuer

Wiederk├Ąuer

Tierschutz in der Haltung von Wiederk├Ąuern

So vielf├Ąltig die Tierarten und Haltungssysteme von Wiederk├Ąuern sind, so sind es auch die Themen und die Herausforderungen bez├╝glich des Tierschutzes. Im Rahmen der MuD Tierschutz wurden bzw. werden ganz unterschiedliche Fragestellungen bearbeitet.

Tierwohl in der Weidehaltung

Die Weidehaltung von Nutztieren wird im Allgemeinen als eine an die Bed├╝rfnisse der Tiere angepasste und damit zumeist tiergerechte Haltungsform erachtet und findet daher in der Gesellschaft eine hohe Akzeptanz. Dennoch birgt die Weidehaltung auch Herausforderungen, um eine tierschutzgerechte Haltung jederzeit zu gew├Ąhrleisten. Mit der Bekanntmachung Nr. 15/18/31 wurden potentielle Projektnehmer gesucht, die die Thematik bearbeiten m├Âchten. Die Frist zur Skizzeneinreichung ist abgelaufen und die Projekte wurden ausgew├Ąhlt.

Antibiotikaminimierung bei Milchk├╝hen

Angesichts der f├╝r Tiere und Menschen gesundheitlich problematischen Entwicklung hinsichtlich der Wirksamkeit von Antibiotika (Resistenz-Problematik), ist es f├╝r ein effizientes Vorankommen im Tierschutz sinnvoll, auch im Bereich des Einsatzes antibakteriell wirksamer Arzneimittel bei der Mastitisbehandlung sowie dem Trockenstellen von Milchk├╝hen Wege zur Minimierung aufzuzeigen. Ziel der F├Ârderung ist es, praktische Erfahrungen mit der Mastitisbehandlung sowie dem Trockenstellen von Milchk├╝hen, die eine Minimierung des Einsatzes von antibakteriell wirksamen Arzneimitteln in milchviehhaltenden Betrieben erm├Âglichen, zu generieren und deren Anwendung unter Praxisbedingungen zu evaluieren. Die Frist zur Skizzeneinreichung ist abgelaufen und es wurden Projekte ausgew├Ąhlt. Nach Projektstart werden weitergehende Informationen hierzu ver├Âffentlicht.

Dem Parasitenbefall vorbeugen

Das Online-Tool "Entscheidungsb├Ąume Weideparasiten" dient der vorausschauenden Planung des Weidemanagements zur Vorbeugung eines Befalls mit Magen-Darm-W├╝rmern. Die Beratungsinitiative sollte den Bekanntheitsgrad und die Einsatzh├Ąufigkeit der webbasierten Weidemanagementhilfe steigern, um dadurch den Gesundheitsstatus in der Wiederk├Ąuerhaltung zu verbessern. Im Rahmen des Projektes wurden deshalb Mitarbeiter/-innen verschiedener Beratungsorganisationen im Umgang mit den Entscheidungsb├Ąumen geschult. Anschlie├čend erfolgte bundesweit die Anwendung in Modellbetrieben mit Wiederk├Ąuerhaltung. Online sind die Entscheidungsb├Ąume unter www.weide-parasiten.de kostenlos nutzbar.

Kupierverzicht bei Schafen

Das Kupieren der Schw├Ąnze bei L├Ąmmern ist eine g├Ąngige Praxis in der Schafhaltung. In einem Netzwerk haben sich landwirtschaftliche Betriebe auf den Weg gemacht, auf diesen Eingriff zu verzichten. Damit die Haltung von Langschwanz-Schafen gelingt, m├╝ssen einige Dinge beachtet werden. Die Ergebnisse und Empfehlungen f├╝r die Praxis werden aktuell aufgearbeitet.

Optimierte Milchziegenhaltung

Anhand des Stable Schools Ansatz (Beratungs- und Kommunikationsmethode) sollte die Tiergesundheit und das Tierwohl auf den Betrieben mit Milchziegenhaltung verbessert werden. Parallel zur Einf├╝hrung der Stable Schools wurde ein standardisiertes und praxisreifes Tierwohl-Erhebungsprotokoll auf Basis von tier- und ressourcenbezogenen Indikatoren auf insgesamt 35 Milchziegenbetrieben entwickelt und erprobt. Aus dem Projekt sind ein informationsreicher Abschlussbericht, ein Leitfaden zur Bewertung des Tierwohls von Milchziegen und ein Ratgeber ├╝ber das partizipative Beratungskonzept Stable Schools f├╝r Praktiker und Berater hervorgegangen, welche umfangreiches Wissen rund um die optimierte Haltung von Milchziegen enthalten.

Optimierte K├Ąlberhaltung

Das gegenseitige Besaugen von K├Ąlbern an Nabel, Euter oder Schwanz ist eine Verhaltensst├Ârung bei K├Ąlbern. Als Ursache wird vermutet, dass K├Ąlber bei Tr├Ąnkung durch Eimer oder Tr├Ąnkeautomaten die notwendige Nahrungsmenge in wesentlich k├╝rzerer Zeit aufnehmen, als beim Saugakt am Kuheuter. Das Saugbed├╝rfnis ist nicht befriedigt und wird deshalb an Ersatzobjekten durchgef├╝hrt. Dies kann zu Verletzungen und einer St├Ârung der Entwicklung des Verdauungstraktes f├╝hren. In einem Netzwerk haben landwirtschaftliche Betriebe Ma├čnahmen umgesetzt, um das gegenseitige Besaugen von K├Ąlbern zu minimieren. Es gibt viele Stellschrauben in der Aufzucht, an denen hier gedreht werden kann.