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Wissen-Dialog-Praxis

Wissenstransfer zur Haltung unkupierter Legehennen

Federpicken und Kannibalismus sind tierschutzrelevante Probleme in den heutigen Haltungssystemen für Legehennen. Die Kürzung der Schnabelspitze als Maßnahme gegen Federpicken und Kannibalismus entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne und am Tierwohl ausgerichtete Legehennenhaltung und sollte nicht mehr praktiziert werden. In der Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen, wurde 2015 beschlossen, seit dem 1. August 2016 in den Brütereien bei Küken, die für die Legehennenhaltung in Deutschland vorgesehen sind, keine Schnäbel mehr zu kürzen. Damit erhalten seit dem 1. Januar 2017 Legehennenbetriebe Tiere mit intaktem Schnabel.

Um die Landwirte bei der neuen Herausforderung der Haltung nicht kupierter Hennen zu unterstützen, ist ein Wissenstransfer von Erkenntnissen und bisherigen Erfahrungen mit der Haltung von Legehennen mit langem Schnabel unbedingt erforderlich.

Die BLE sucht daher im Auftrag des BMEL Projektnehmer mit Ideen/Konzepten im Bereich der Legehennenaufzucht und -haltung mit unkupierten Tiere, die als Wissensvermittler zu den Themenbereichen
1)    Fütterungsoptimierung,
2)    Gesundheitsmanagement,
3)    Beschäftigungsmanagement,
im Rahmen von durch Bundesmittel geförderten Projekten den Wissenstransfer von Erkenntnissen aus aktuellen Forschungsvorhaben zum o.g. Themenbereich in die landwirtschaftliche Praxis übernehmen.

Ziel der Förderung ist es, neueste Erkenntnisse und Erfahrungen zu den genannten Themenbereichen auf Praxisbetrieben zu generieren, deren Anwendung unter Praxisbedingungen zu evaluieren, ggf. zu optimieren und Handlungsanweisungen für die praktische Umsetzung zu formulieren. So soll gezielt in das multifaktorielle Geschehen eingegriffen und der Gefahr des Ausbruchs von Federpicken und Kannibalismus bereits durch entsprechendes Management vorgebeugt werden. Die Betriebe sind von den Projektnehmern intensiv zu betreuen und erhalten praxisgerechte Anleitungen bei der Planung und Durchführung der Maßnahmen. Durch neuartige Formen und Medien der Wissensvermittlung sind die Erfahrungen einem breiten Fachpublikum zu demonstrieren.

Wer kann sich bewerben?

Gefördert werden unabhängig von der gewählten Rechtsform Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung als „Wissensmittler“. Zuwendungsempfänger kann eine natürliche oder eine juristische Person sein, die eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland hat. Der Zuwendungsempfänger muss entsprechende Erfahrung bei der Durchführung vergleichbarer Maßnahmen nachweisen.

Weitere Informationen finden Sie in der Bekanntmachung Nr. 21/17/31 Legehennen.



Bekanntmachung

Bekanntmachung im Bereich Legehennen

Richtlinie

Richtlinie Wissenstransfer in den MuD Tierschutz (PDF 0,7 MB)

Kontakt

0228 - 6845 3871

Katja Deeg

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 314 - Agrarforschung
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

katja.deeg@ble.de

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